Film­vorführung: Ermordet von Händen von Bösewichten

Rahmenprogramm zu »Brauner Schnee über Franken«

Am 19. Dezember 1980 wurden der Rabbiner Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke in Erlangen ermordet. Es war der erste gezielte antisemitische Mordanschlag in Deutschland nach dem Holocaust. Der angebliche Einzeltäter Uwe Behrendt kam aus der rechtsextremistischen Wehrsportgruppe Hoffmann. Die Tat wurde nicht vollständig aufgeklärt und trotz eines langen Prozesses nie gesühnt. Ulrich Chaussy und Daniel Harrich rekonstruieren die Tat und ihren Zusammenhang zum Anschlag auf das Oktoberfest am 26. September 1980. Und sie zeichnen ein Porträt der Persönlichkeit von Shlomo Lewin. Das Mordopfer ist bis heute vergessen, weil seiner physischen Ermordung auch noch ein Rufmord folgte.

Im Film kommen zu Wort: Shlomo Lewin; der ehemalige Erlanger Oberbürgermeister Dietmar Hahlweg; Innenminister Joachim Herrmann; Frida Poeschkes Verwandte Christa Taubald; Ex-Bundesinnenminister Gerhard Baum; Max-Josef Strauß; Alexander Sasse, Überlebender des Oktoberfestattentats; Generalbundesanwalt Harald Range; Shlomo Lewins ehemalige Sekretärin Irmgard Reichel und ihr Sohn Martin Reichel; der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günter Beckstein, Gerichtsmediziner Prof. Wolfgang Eisenmenger, MdB Martina Renner (DIE LINKE), das Ex-WSG-Hoffmann-Mitglied »Tassin« und der ehemalige Chefredakteur des Nürnberger Plärrer Hans-Peter Buschheuer.