Tomas Schweigen

Gast

Der Regisseur Tomas Schweigen wurde in Wien geboren, studierte zunächst Theaterwissenschaft, Germanistik und Schauspiel und schließlich Regie an der Zürcher Hochschule der Künste. Er gründete dort gemeinsam mit der Schauspielerin Vera von Gunten die international koproduzierende Theater- und Performancegruppe Far A Day Cage (FADC), deren Projekte regelmäßig an Festivals wie Impulse Festival, Spielart, Theater der Welt, Theaterformen, Zürcher Festspiele, Politik im freien Theater oder Radikal Jung eingeladen wurden. Außerdem inszenierte er an Stadt- und Staatstheatern in Zürich, Bern, Basel, Wien, Berlin, München, Jena, Frankfurt, Hannover u.v.a. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet – seine erste Kafka-Adaption Das Schloss am Schauspiel Frankfurt gewann beispielsweise 2009 die Preise für »Beste Regie« und »Beste Ausstattung« (Stephan Weber) des größten internationalen Theaterfestivals im Nahen Osten, des Fadjr-Festivals in Teheran.

Von 2012–2015 war er Co-Schauspieldirektor am Theater Basel und von 2015–2023 Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer am Schauspielhaus Wien, wo er vor allem Uraufführungen junger Autor:innen und neue Formen von Autor:innenschaft förderte.

Seine eigenen Inszenierungen bewegen sich zwischen klassischem Erzähltheater, Postdramatik, Performance, immersiven Installationen, Dokumentartheater und interdisziplinären Arbeiten. Mit seiner Inszenierung Faarm Animaal, einem Hybrid aus Film und Performance erhielt er 2023 den Nestroy-Preis für die »Beste Regie«. 

Seit 2024 arbeitet er mit Vera von Gunten unter dem gemeinsamen Pseudonym Tove Stille auch an Kinoprojekten. Ihr erster gemeinsamer Langspielfilm wurde vom Migros-Kulturprozent Story Lab gefördert und befindet sich derzeit mit einer Schweizer Produktionsfirma in Entwicklung.

Open Call: Oklahama ist nach Das Schloss (Schauspiel Frankfurt) und Die Verwandlung (Schauspiel Hannover) Schweigens dritte Kafka-Bearbeitung und seine erste Arbeit am schauspiel erlangen.